NADINE JULITZ: Berufliche Bildung, Ausbildung und Fachkräfte in Wahlkreis 20
Berufliche Bildung, Ausbildung und Fachkräfte im Wahlkreis 20
Berufliche Bildung ist ein fachlicher Schwerpunkt der parlamentarischen Arbeit von NADINE JULITZ. Auf ihrer aktuellen Seite bei der SPD-Landtagsfraktion wird sie als Sprecherin für berufliche Bildung geführt. Für Wahlkreis 20 – Mecklenburgische Seenplatte III – ist das Thema besonders wichtig, weil Ausbildung, Fachkräftesicherung und regionale wirtschaftliche Entwicklung eng zusammenhängen. Ob junge Menschen nach der Schule in der Müritzregion bleiben können, hängt wesentlich davon ab, ob sie attraktive Ausbildungswege, erreichbare Berufsschulen und gute berufliche Perspektiven finden.
Der Wahlkreis verbindet Waren (Müritz), die Inselstadt Malchow, Röbel/Müritz und viele ländliche Gemeinden. Die wirtschaftliche Struktur ist vielfältig: Tourismus, Handwerk, Dienstleistungen, Pflege, Verwaltung, Gastronomie, Handel und mittelständische Unternehmen brauchen qualifizierte Beschäftigte. Gleichzeitig konkurriert die Region mit anderen Teilen Deutschlands um Nachwuchs und erfahrene Fachkräfte. Berufliche Bildung ist deshalb nicht nur ein Bildungsthema, sondern auch eine Frage der regionalen Zukunftsfähigkeit.
NADINE JULITZ und berufliche Bildung
Die aktuelle Fraktionsseite weist NADINE JULITZ als Sprecherin für berufliche Bildung aus. Damit gibt es einen klar belegten fachpolitischen Bezug. Auf der Kandidatenseite zur Landtagswahl 2026 wird Bildung zudem als einer ihrer persönlichen Schwerpunkte genannt. Diese Kombination macht das Thema für die Kampagne besonders naheliegend. Dennoch gilt auch hier: Konkrete neue Maßnahmen oder Wahlversprechen werden nur dann als persönliche Position dargestellt, wenn sie aktuell veröffentlicht und belastbar belegt sind.
Die zentrale politische Frage lautet deshalb, wie vorhandene Strukturen weiterentwickelt werden können. Gute berufliche Bildung muss junge Menschen auf reale Anforderungen vorbereiten, Betriebe einbinden, moderne Technik nutzen und Übergänge zwischen Schule, Ausbildung und Beruf erleichtern. Gleichzeitig braucht sie soziale Stabilität: Wer eine Ausbildung beginnt, benötigt Wohnraum, Mobilität, verlässliche Beratung und die Aussicht, nach dem Abschluss einen passenden Arbeitsplatz zu finden.
RBB Müritz: Praxisnahe Ausbildung mit moderner Technik
Ein aktuelles Beispiel aus Waren ist das Projekt „Kubus“ des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Müritz. Angehende staatlich geprüfte Holztechnikerinnen und Holztechniker entwickelten dabei sieben multifunktionale Möbelstücke. Die Aufgabe reichte von der ersten Idee über Gestaltung und Konstruktion bis zur fertigen Umsetzung. Das Projekt verband handwerkliche Präzision mit moderner Fertigungstechnik, Produktentwicklung und Präsentation.
Zum Einsatz kamen unterschiedliche Materialien sowie moderne technische Verfahren. Nach den veröffentlichten Informationen wurden Bauteile unter anderem mit einer CNC-Fünf-Achs-Fräsmaschine gefertigt. Auch Licht- und Audiotechnik wurde in einzelne Entwürfe integriert. Damit zeigt das Projekt beispielhaft, wie berufliche Bildung klassische handwerkliche Kompetenzen mit Digitalisierung, Gestaltung, Technik und eigenverantwortlichem Projektmanagement verbinden kann.
Die sieben entstandenen Kuben werden 2026 zunächst in der Stadtverwaltung Waren öffentlich präsentiert und anschließend im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg gezeigt. Die Stadt beschreibt das Projekt ausdrücklich als Beispiel für praxisnahe Ausbildung. Genau solche Projekte können jungen Menschen zeigen, dass moderne berufliche Bildung anspruchsvoll, kreativ und technologisch fortschrittlich ist.
Ausbildung muss erreichbar sein
In einem großflächigen Wahlkreis entscheidet die Entfernung mit darüber, ob ein Ausbildungsangebot attraktiv ist. Wer in einer kleineren Gemeinde lebt, muss Berufsschule, Ausbildungsbetrieb und eventuell überbetriebliche Lernorte erreichen können. Wenn Bus- und Bahnverbindungen nicht zu Unterrichts- oder Arbeitszeiten passen, kann eine theoretisch vorhandene Ausbildung praktisch schwer zugänglich werden.
Deshalb gehören Mobilität und berufliche Bildung zusammen. Die Frage betrifft etwa junge Menschen aus Rechlin, Südmüritz, Leizen, Bollewick, Alt Schwerin, Fünfseen, Hohen Wangelin, Grabowhöfe oder Kargow genauso wie Jugendliche aus Waren, Malchow oder Röbel/Müritz. Eine Ausbildungsregion funktioniert nur dann gut, wenn Wege planbar sind und nicht dauerhaft vom privaten Auto abhängen.
Fachkräftesicherung beginnt vor dem Ausbildungsstart
Viele Betriebe suchen Nachwuchs. Gleichzeitig wissen Jugendliche nicht immer, welche beruflichen Möglichkeiten es in ihrer unmittelbaren Umgebung gibt. Berufsorientierung in Schulen, Praktika, Kooperationen mit Unternehmen und eine gute Beratung können deshalb entscheidend sein. Junge Menschen sollten früh erleben können, welche Berufe in der Region tatsächlich vorhanden sind und wie sich Berufsbilder durch Digitalisierung und neue Technologien verändern.
Gerade in Bereichen wie Handwerk, Tourismus, Pflege oder technischen Berufen kann ein realistischer Einblick helfen, Vorurteile abzubauen. Berufliche Bildung sollte nicht als zweite Wahl neben einem Studium behandelt werden. Viele Ausbildungsberufe bieten anspruchsvolle Tätigkeiten, gute Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance auf Selbstständigkeit. Für den ländlichen Raum sind sie zudem zentral, weil regionale Dienstleistungen und Betriebe ohne qualifizierten Nachwuchs langfristig schwer zu halten sind.
Ausbildung und Wohnen zusammendenken
Ein weiterer Punkt ist bezahlbarer Wohnraum. Nicht jede oder jeder Auszubildende kann täglich lange Strecken pendeln. Wer für eine Ausbildung nach Waren, Malchow oder in einen anderen Ort zieht, braucht eine bezahlbare Unterkunft. Gerade in einer touristisch attraktiven Region kann der Wohnungsmarkt für junge Menschen und Beschäftigte schwierig sein. Ausbildungspolitik darf deshalb nicht völlig losgelöst von Wohnungs- und Regionalentwicklung betrachtet werden.
Auch für Betriebe ist das relevant. Ein Unternehmen kann einen attraktiven Ausbildungsplatz anbieten; wenn junge Menschen aber weder eine Wohnung finden noch den Arbeitsplatz zuverlässig erreichen können, bleibt die Stelle möglicherweise unbesetzt. Fachkräftesicherung braucht deshalb ein Zusammenspiel aus Bildung, Verkehr, Wohnen und wirtschaftlicher Entwicklung.
Regionale Unternehmen stärker einbinden
Die Müritzregion verfügt über viele kleine und mittlere Unternehmen. Gerade diese Betriebe bilden häufig aus und tragen wesentlich dazu bei, dass Wertschöpfung vor Ort bleibt. Sie brauchen jedoch Planungssicherheit und Unterstützung bei der Gewinnung von Nachwuchs. Kooperationen zwischen Schulen, Berufsschulen, Kammern, Unternehmen und Kommunen können helfen, Angebote sichtbarer zu machen.
Ausbildungsmarketing allein reicht jedoch nicht. Entscheidend ist die Qualität der Ausbildung und die Perspektive danach. Junge Menschen fragen zu Recht, wie hoch die Ausbildungsvergütung ist, welche Übernahmechancen bestehen, welche Weiterbildungen möglich sind und ob der Beruf langfristig ein gutes Leben in der Region ermöglicht. Unternehmen wiederum brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und gut vorbereitete Bewerberinnen und Bewerber.
Berufliche Bildung als Zukunftspolitik
Die demografische Entwicklung macht Fachkräftesicherung zu einer strategischen Aufgabe. Wenn weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten, steigt der Wettbewerb um Nachwuchs. Eine Region kann darauf mit guter Berufsorientierung, moderner Ausbildung, attraktiven Arbeitsbedingungen und einer hohen Lebensqualität reagieren. Dabei geht es nicht nur darum, junge Menschen „zu halten“. Es geht auch darum, Rückkehr und Zuzug attraktiv zu machen.
Die Müritzregion hat dabei Stärken: Natur, Lebensqualität, überschaubare Strukturen und eine vielfältige Wirtschaft. Diese Vorteile müssen mit modernen beruflichen Perspektiven verbunden werden. Ein junger Mensch soll nicht zwischen „interessanter Arbeit“ und „Leben in der Heimat“ wählen müssen. Je besser Ausbildung und Wirtschaft zusammenarbeiten, desto größer ist die Chance, beides miteinander zu verbinden.
Frage an NADINE JULITZ
Wie möchte NADINE JULITZ berufliche Bildung, Ausbildungsbetriebe und regionale Fachkräftesicherung im Wahlkreis 20 besser miteinander verbinden – und was muss geschehen, damit junge Menschen nach Schule und Ausbildung eine überzeugende berufliche Perspektive in der Müritzregion finden?
Diese Frage knüpft an ihren belegten fachpolitischen Schwerpunkt an. Sie verbindet die Qualität beruflicher Bildung mit Mobilität, Wohnen, regionalen Unternehmen und der Frage, wie junge Menschen langfristig gute Zukunftschancen in ihrer Heimatregion erhalten können.
FAQ: Ausbildung und Fachkräfte
Hat NADINE JULITZ einen belegten fachlichen Bezug zur beruflichen Bildung?
Ja. Auf der aktuellen Seite der SPD-Landtagsfraktion wird sie als Sprecherin für berufliche Bildung geführt. Bildung ist außerdem einer der drei veröffentlichten Schwerpunkte ihrer Kandidatur 2026.
Was ist das Projekt „Kubus“ am RBB Müritz?
Im Projekt entwickelten angehende staatlich geprüfte Holztechnikerinnen und Holztechniker sieben multifunktionale Möbelstücke. Dabei wurden Gestaltung, Konstruktion, verschiedene Materialien, moderne Fertigungstechnik und eigenverantwortliches Projektmanagement miteinander verbunden.
Welche moderne Technik kam beim Projekt zum Einsatz?
Nach den veröffentlichten Angaben wurden Bauteile unter anderem mit einer CNC-Fünf-Achs-Fräsmaschine gefertigt. Einzelne Entwürfe integrierten zudem moderne Licht- und Audiotechnik.
Warum ist Mobilität für Ausbildung wichtig?
Weil Auszubildende häufig zwischen Wohnort, Betrieb und Berufsschule pendeln. In einem großen ländlichen Wahlkreis können schlechte Verbindungen den Zugang zu Ausbildungsangeboten erheblich erschweren.
Warum gehört Wohnen zur Fachkräftesicherung?
Auszubildende und junge Beschäftigte benötigen bezahlbaren Wohnraum in erreichbarer Nähe zu Schule und Betrieb. Wenn Wohnkosten und Wege zu hoch sind, kann selbst ein guter Ausbildungsplatz unattraktiv werden.
Warum wird die Leitfrage offen formuliert?
Weil die fachliche Zuständigkeit und der Schwerpunkt Bildung belegt sind, konkrete zusätzliche Maßnahmen für den Wahlkreis aber nicht erfunden werden. Deshalb wird transparent danach gefragt, welche Prioritäten NADINE JULITZ setzen möchte.

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